Einflüsse auf den Business Rules Approach

 

Der Business Rules Approach ist von der Technik und den Methoden der Experten-Systeme und der Wissensbasierten-Systeme beeinflusst, die aus der Forschung zur Künstlichen-Intelligenz in den späten 70er Jahren hervor ging. Speziell die Art und Weise, wie Folgerungsregeln bei einigen Produkten ausgeführt werden, hat seine Wurzeln in dieser Technologie.
Die Forschung zu den Experten-Systemen hat seinen Ursprung in der Forschung über Logik. Diese Forschung wird bis heute fortgesetzt und die Forschung zu deontischer und anderer modaler Logik beeinflusst immer noch neue Entwicklungen in der Business Rules Gemeinde.
Neue Methoden und Techniken zur Datenmodellierung kamen in den frühen 80er Jahren als Antwort auf die neuen Relationalen-Datenbanken auf. Insbesonders Methoden die eine Technik zum beschreiben von Daten und Information auf der Konzeptuellen-Ebene zur Verfügung stellen, wie zum Beispiel ORM, beeinflussten die Denkweise über strukturierte Wörterverzeichnisse.
Im Moment erreichen die Beziehung zwischen Business Process Management und Business Rules (R.Burlton) und die Positionierung der Business Rules in einem Architektur Framework (J. Zachman) grosse Aufmerksamkeit.

 

Aktuelle Entwicklungen im Business Rules Approach

Standardisierung
Ein Standard zur Repräsentation von Business Rules und Business Wörterverzeichnisse ist im Moment in der Entwicklung. Dieser Standard wird von der OMG (Object Management Group, Standardisierungsgremium das für z.B.: UML und CORBA verantwortlich ist) verabschiedet. Dieser Standard wird es ermöglichen, die Rules und Wörterverzeichnisse zwischen Produkten verschiedener Hersteller auszutauschen und bringt damit generell die Busines Rules Gemeinde weiter. Die Annahme dieses Standards wird auf das dritte Quartal 2004 erwartet.
Zudem wird ein ISO 9000 Standard zur Qualitätssicherung von Rules und Wörterverzeichnisse entwickelt. Dieser Standard ist für den Austausch von Rules und Wörterverzeichnisse zwischen Organisationen (z.B.: vom Staat zu den Organisationen die diese Regeln erfüllen müssen) und zwischen Abteilungen von Organisationen (z.B.: von der Einkaufsabteilung zur IT-Abteilung) wichtig.


Synergien zwischen Business Rules Engines und Business Process Management Tools
Business Process Management (BPM) ist nützlich optimierte Business Process Abläufe zu implementieren. Mit diesen Abläufen werden Fehler vermieden, die Zeit bis zur Auslieferung verkürzt und die Optimierung der Arbeitskräfte ermöglicht. Kombiniert mit Applikationsintegration werden die zuvor isolierten Business Prozesse verlinkt.
Im Weiteren zeigt eine aktuelle Gartner Umfrage, dass die Zufriedenheit der Firmen mit BPM schon hoch ist und weiter am steigen ist. Um die Einsparungen aufrecht zu erhalten und die Business Prozesse der sich ändernder Realität anzupassen, übernehmen Firmen adaptive Regelwerk-Technologien, mit Potential zu kurzfristigen Einsparungen. Das Business Activity Monitoring (BAM) die zur Erhaltung der Effektivität benötigten Änderungen aufzeigt, bewirkt die Kombination von Business Rules Engines und BPM grossen Nutzen.
Auch wenn BPM und BRE eine eigenständige Zukunft vor sich haben, erwartet Gartner eine Annäherung der beiden Themen seit Anfang 2003.
Die ersten Partnerschaften zwischen BPM und BRE Produkten haben sich bereits bewährt. Ein Beispiel dazu ist Staffware mit Corticon.

 

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